Was man findet, muss man behalten.

Der erste Abend in Rum√§nien¬†ūüėÖ

Schon auf dem Weg vom Flughafen nach Pitesti haben wir viele Hunde gesehen.

Ein ungewohntes Bild, wie Hunde an den Tankstellen liegen und schlafen, souver√§n die Stra√üe √ľberqueren, als kennen sie die Ampelschaltung. Viele tote Hunde am Stra√üenrand geh√∂ren leider auch dazu...

Umso mehr quält einen die Gewissheit, nicht jedem helfen zu können.

Entweder werden sie fr√ľher oder sp√§ter von den brutalen Hundef√§ngern gefangen und in eine T√∂tungsstation gebracht oder angefahren.¬†

Viele Straßenhunde sind daher ängstlich und lassen sich nicht anfassen.

Auf dem Weg zum Hotel entdecken wir an einer stark befahrenen Straße einen Hund, der uns aus der Ferne zwischen zwei Bäumen beobachtet.

Ich hocke mich hin, rufe und rechne nicht damit, dass der Hund näher kommt.

"Mausi, komm her!" 

Schritt f√ľr Schritt traut sie sich n√§her. √Ąngstlich, aber scheinbar fest entschlossen...

Sekunden später liegt sie vor mir, lässt sich streicheln.

Langsam gehen wir weiter und gr√ľbeln.

In Deutschland w√ľrden wir den Hund sofort sichern und ins Tierheim bringen.

In Rum√§nien gibt es √ľberall Hunde, die an Restaurants und Gesch√§ften nach Futter suchen.

Jedoch war keiner der Hunde, denen ich in den letzten Jahren auf den Straßen Rumäniens begegnet bin, so wie "Mausi".

Ein Straßenhund läuft souverän, er weiß wo er hin will und geht seinen Weg...

...Mausi ging auch ihren Weg... Und zwar meinen hinterher, und keinen anderen.¬†ūüė≥

Fest entschlossen stand Mausi nun vor dem Hotel.

Spät am Abend - Was machen wir?

Wir riskieren, aus dem Hotel zu fliegen.‚ėļÔłŹ

Der Hintereingang war schnell gefunden, w√§re da der hauseigene Hund nicht gewesen, der unseren kleinen Umweg nicht nur lautstark ank√ľndigte, sondern auch mit aller Macht versuchte, Mausi aus seinem Revier zu vertreiben.

Doch all das Kl√§ffen und Schnappen n√ľtzte nichts. Mausi war von ihrem Weg nicht abzubringen und lief uns weiter nach.¬†

Im Hotel angekommen, sa√ü die junge H√ľndin auf meinen Arm wie eine Brumme. Nahezu erstarrt, Inkognito. Keine Regung, als w√ľsste sie, dass das ihre einzige Chance war.

So klein, dass man sie unter der Jacke verstecken könnte, war sie nun auch nicht. 

Gef√ľhlt wurde der Gang immer l√§nger und der Hunde immer schwerer, bis wir endlich unbemerkt im Zimmer ankamen.¬†ūüôą

Scheinbar voller Erleichterung fiel Mausi einfach nur noch um. Sie lief keinen Zentimeter mehr und wedelte vor Freude nur noch mit dem Schwänzchen.

Wir riefen im Tierheim an und zu unserer √úberraschung kam sofort jemand, um Mausi in Sicherheit zu bringen.

Auch den Weg zur√ľck, √ľber den Hintereingang haben wir unbemerkt hinter uns gebracht.ūüėÖ

Mausi muss nun 4 Wochen im Tierheim bleiben, bis sie alle Impfungen hat und nach Deutschland ausreisen darf.¬†‚̧ԳŹ

Silver

Silver ist nicht nur ein wunderh√ľbscher, sondern auch wunderbarer junger Kater. Die Geschichte, mit der er zu uns kam ist grausam und doch hatte der Kater gro√ües Gl√ľck.

Mit einer Drahtschlinge um den Hals rannte er in ein Cafe. Hier wurde er gerettet.

Der arme Kerl stand völlig unter Schock.

Im Tierheim zeigt er sich trotz der sicher schlimmen Erlebnisse absolut friedfertig. Inzwischen hat er sich wieder erholt.

Wir haben ihn auf Grund seines schönen Fells Silver genannt und schätzen ihn auf 3 Jahre.

Silver ist trotz seiner schlimmen Erfahrung dem Menschen sehr zugeneigt. Er scheint es zu genie√üen gestreichelt und gekrault zu werden. Da sich bisher kein Besitzer gemeldet hat, suchen wir langsam nach einem Zuhause f√ľr den lieben Kater.

Amanda mit den traurigen Augen

Amanda

Aron

Aron ist ein 16 Jahre alter Mischlingsr√ľde, den wir aus einem rum√§nischen Tierheim √ľbernommen haben. Hier verbrachte er viele Jahre. Wir haben ihn ausgew√§hlt, da er von den anderen, j√ľngeren Hunden stark unterdr√ľckt wurde.

Es ist in solch großen Tierheimen fast normal, dass sich die jungen kräftigen Hunde vor Langeweile eine "Aufgabe" suchen.

Nach Jahren im Zwinger ohne jeglichen Auslauf, fangen die Hunde aus Verzweiflung an mit anderen zu stänkern.

Das Opfer in diesem Zwinger war nun mal Aron.

Aron sa√ü nur noch zitternd in seiner H√ľtte. Sowie er die Nase heraus steckte, um etwas zu Fressen oder zu Trinken, rannten die zwei jungen schwarzen Jungen Hunde direkt an die H√ľtte, um ihn bellend und schnappend wieder in seine Ecke zu pf√§rchen.

Aron war merklich mit seinen Kräften am Ende. Sofort stand fest, dass er auf dem nächsten Transport mit muss.

In Deutschland angekommen waren wir entsetzt und wiederum zeigte uns die Situation, wie richtig es war, Arons Ausreise ermöglicht zu haben.

Aron wurde auf seine letzten Tage in Rumänien völlig zerbissen.

Mit Wunden am Ohr und getackerter Lippe kam er bei uns an.

Aron verhielt sich in seiner Pflegestelle vom ersten Tag an, als w√§re er nie woanders gewesen. Er blieb allein, machte nichts kaputt, nicht mal M√ľlls√§cke, lief an der Leine und lie√ü alle Hunde, sowie Katzen und H√ľhner in Frieden.

Aron geno√ü die Ruhe, lag mal in seinem Bettchen, mal in der Sonne und war merklich √ľbergl√ľcklich.

Wenn jemand zu Besuch kommt, kommt er gleich angelaufen und ist neugierig. Dabei ist er nie aufdringlich und wartet ganz lieb, bis man ihn streichelt. Mit geschlossenen Augen genießt er jede Streicheleinheit.

Man merkt ganz doll, dass Aron alles richtig machen möchte, er möchte nicht zur Last fallen und vergewissert sich immer, ob es richtig ist, was er macht.

Inzwischen hat Aron eine tolle Familie gefunden.

Lina

‚ÄľÔłŹ Verschlie√üt nicht die Augen ‚ÄľÔłŹ

Wir wollen es nicht sehen, denn Blut ist ja eklig, aber es ist Alltag, dass Menschen Tiere aussetzen, dass Behörden nicht handeln, dass Menschen Tiere verletzen und dass Menschen einfach vorbei gehen.

So erging es der kleinen Lina. Nicht irgendwo im Ausland, sondern in Deutschland.

Schon Wochen vor dem schrecklich Unfall meldeten Rentner die Katze, die seit Tagen um ihren Wohnblock irrte, dem zuständigen Ordnungsamt.
Die Mitarbeiter fuhren zum Fundort, fanden auch die Katze und ebenfalls eine in den B√ľschen liegende Wurstpackung.
Mit der Begr√ľndung, dass Anwohner die Katze f√ľttern w√ľrden und somit das Eigentum an dem herrenlosen Tier erworben h√§tten, lie√üen sie Lina zur√ľck.

Allein im Jahr 2017 haben wir von 115 Fundkatzen 108 auf eigene Kosten versorgt, weil sich entsprechende √Ąmter nicht zust√§ndig f√ľhlten. (Man mag sich gar nicht ausmalen, was w√§re, wenn sich 108 unkastrierte Katzen wild weiter vermehren.)

Einige Wochen später wurde Lina schwer verletzt von Anwohnern gefunden.
Nun musste die Behörde endlich handeln. Wir durften Lina zum Tierarzt bringen.
Die junge Katze wurde angefahren und einfach liegen gelassen. Mit letzter Kraft schleppte sie sich in eine H√ľtte.
Nach ersten Untersuchungen waren die Verletzungen unter der Haut deutlich größer als zunächst angenommen. Der Tierarzt entschied, dass man Lina auf Grund der Aufwändigkeit der Wundpflege einschläfern könnte.

Aber das kam gar nicht in Frage!
Lina wurde operiert und in einer Pflegestelle liebevoll gepflegt und aufgepäppelt.
Nur leider waren die Nerven zu ihrem Schwanz angerissen und er musste amputiert werden.

Heute ist Lina wieder fit und lebensfroh. Die liebe Schmusekatze dankt ihre Rettung in jeder Minute.
Lina ist eine anhängliche Katze, die mit jedem Menschen und Tier gut zurecht kommt und sie hat ein neues Zuhause gefunden.

Zeus - ein Leben an der Kette

Der kleine Zeus konnte aus einer schrecklichen Kettenhaltung in Polen befreit werden. Der arme Kerl muss sehr gelitten haben. Trotz allem, was er erlebt hat, liebt der den Menschen so sehr.

Zeus entpuppte sich als ein völlig unkomplizierter Familienhund. Inzwischen konnte er zu einem älteren Ehepaar vermittelt werden und bereitet ihnen große Freude.

Zeus ist stubenrein, läuft prima an der Leine, versteht sich mit Hunden und Katzen und ist ein großer Schmuser.

Tierheim am See

Vogelsänger Chaussee 2

(neben Steinhandel Nogi)

15890 Eisenh√ľttenstadt

 

 

Tel: 0173 903 6140


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